180 Jahre, Christine, Karl und Fritz sind 60. Jahre

Texte von Fritz Ucik über die drei Geburtstagskinder

Steininger Christine zum 60. Geburtstag

 

Melodie nach dem Lied: Ein Wegerl im Helenental

Text: Friedrich Ucik

 

Es sitzt a liabe Christl in der Kassa drin,

und nachher hilft sie fleißig in der Sportkantin.

Sie kann an Arbeit nicht vorübergeh`n,

sie muss sie seh`n, sie muss sie seh`n!

 

Egal, was sie auch macht, sie macht es wunderbar,

egal ob etwas schwierig oder lästig war.

So kriegt sie halt als Dank dafür an Mann und Söhne zwei.

Auf ihrem Weg ins große Glück sind die dabei.

Christine, Christine, Christine, die woll`n dich,

Christine, Christine, ich glaub` die woll`n dich wirklich alle drei!

 

 

Es stand a liabe Christl in an Modegschäft,

wo permanent die Chefin nur herumgekläfft.

So etwas kann nicht ewig weitergeh`n,

da musst dich dreh`n, da musst dich dreh`n.

 

In Matzelsdorf das kleine Haus, es steht noch dort,

war viele Jahre in der Zeit ein guter Hort.

Frau Schmid gepflegt auch weiterhin als sie von dort zog fort

auf ihrem Weg ins neue Haus im Nachbarort

ins Ausland, ins Ausland, nach Asper bei Hofen,

im Ausland, im Ausland, vielleicht hast du sie da schon mal getroffen.

 

 

Es trinkt a liabe Christl gerne Hopfensaft.

Ganz locker sie gemütlich eine Halbe schafft,

a Grande in Venedig scheint zu viel.

Sie packt es doch, das Bier gibt Stil!

 

Das Radeln hat auch Tücken in so mancher Art.

Wer bremsen will, braucht Seil dazu, sonst fällt er hart,

wenn`s sein soll reicht es weiter bis ins nahe Krankenhaus.

Die Harten aber schicken die gleich wieder z`Haus!

In Salzburg, in Salzburg, von Salzburg net weit.

Und wenn du ein Glas hast – zum Prosten ist es nun einmal die Zeit!

 

 

 

 

Walla Karl zum 60. Geburtstag

 

Melodie nach dem Lied: Auf der Großmutter ihr`n Kaffeehäferl

Text: Friedrich Ucik

 

Im Kalender von unserm Karli da steht bei Freizeit gar net viel drin,

weil seit Anzbach auf Dauer wohnend reißt es ihn her und mehr noch hin.

 

Erst blieb noch Fußball, doch mit dem Singen begann das Freizeitgedränge schon,

im Chor ein Bariton – z`Haus noch das Saxophon.

 

Unausweichlich führt dann die Schiene hinein zum Bläsermusikverein,

wo zur Draufgabe grade g`sucht wird wer ein Obmann möchte sein.

 

Doch er packt noch das Haus ein und wollt` neue Fenster ham.

Ein Kalender ganz ohne Freizeit, der haut di zsamm!

 

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Im Kalender von unserm Karli da steht bei Freizeit gar net viel drin,

weil seit Anzbach auf Dauer wohnend reißt es ihn her und mehr noch hin.

 

Elfmal an einem Montag und auch noch öfter gibt es Konzerte im Festspielhaus,

nix lasst er dabei aus – für einen Ohrenschmaus.

 

Eine Kirche gibt es natürlich in einem Mary geweihten Ort.

Kannst zum Singen die Stimme bringen, unterm Schwab wird dieses Sport!

 

Doch am liebsten mit Fahrrad möchte er auf Achse sein.

Den Kalender, den kannst du schmeißen, geht nix mehr rein!

 

***

 

Im Kalender von unserm Karli da steht bei Freizeit gar net viel drin,

weil seit Anzbach auf Dauer wohnend reißt es ihn her und mehr noch hin.

 

Im ersten Stock des großen Hauses da ist die Wohnung der Tochter drin,

sie und ihr Mann aus Wien – praktizieren Familiensinn.

 

So was gibt häufig einen Nachwuchs wobei die Zahl nicht ganz wichtig ist,

`s gibt keine Bengel sondern nur Engel, so lang als Nono du wichtig bist.

 

Und so kannst du nix planen, diese Enkel rauben Platz!

Und der Kalender von unserm Karli ist für die Katz!

 

 

 

Weinauer Fritz zum 60. Geburtstag

 

Melodie nach dem Lied: Die Hausherrenbuam

Text: Friedrich Ucik

 

 

In Ebersberg drob`n im Haus Nummer zwa

da wohnen die Jungen, da Vota, d`Mama.

Die Kinder san draußt, vieles Zeugs is no blieb`n,

dafür ham`s als sie jung war`n die zwa Katzen recht trieb`n.

 

Und in an Zimmer vernetzt ist die Wöd,

weil über Windows die Homepage wird g`wöhlt.

 

Vor einem Punkt kommt dreimal das W.

 

Dann schreibst du Weinauer amal mit an Punkt und a t.

 

 

 

Jahrzehnte war er g`lernter Eisenbahna,

vom Stellwerk zum Vorstand, in der Direktion a,

hat die Strecken guat kennt, den Gütertransport,

hat g`wusst wo `d Waggon san, ab`s da san, ob fort.

 

So war die Kontrolle für ihn net recht schwer,

für manche auf d`Bahnhöf`dafür ein Malheur.

 

Und weil die Waggon haben Radeln halt a,

 

liebt unser Fritz diese Dinger, hat am Radl glei zwa.

 

 

 

Der Sport halt di g`sund, das reden`s uns ein,

es kann aber a a Schenkelbruch sein.

Mit an Schrauben im Fuaß geht des Tischtennis guat,

ma braucht nur zum Siegen a wallendes Bluat!

 

Egal ob du Schi fahrst, obst segelst, obst schwimmst

oder ob du dich öfter im Studio trimmst.

 

Schamanisch am schönsten san Bilder zum Mal`n,

 

Ja unser Fritz is a Künstler, weil seine Werke uns g`fall`n!

 

 

 

Steininger Christine

Walla Karl

Weinauer Fritz               zum 60. Geburtstag

 

Melodie nach dem Lied: Alle drei

Text: Friedrich Ucik

 

 

Und die Locken-Hanni und der Glatzen-Friedrich

und die Hohner-Quetschen, alle drei,

san aus`n Bus rausgsprungan, ham dabei Lieder g`sungen,

die ham ganz guat geklungen, alle drei!

 

 

 

Und die Radfahrmänner, und die Radlpuppen

und die Servicegruppen, alle drei,

die san zu Pfingsten g`radelt, der Großteil brav gewadelt,

im Schloss werden`s heut geadelt, alle drei!

 

 

 

Und der Saxophon-Charlie und der Radl-Fritzl

und die Stadion-Christl, alle drei,

die san zum Radeln gangen, wollten d`Leut einfangen,

dabei sans essen gangen, alle drei!

 

 

 

Und der Saxophon-Charlie und der Radl-Fritzl

und die Stadion-Christl, alle drei,

die san am Sechzger gangen, ham wollen die Jugend fangen,

dabei sans altern gangen, alle drei!

 

 

 

Und die Radfahrmänner, und die Radlpuppen

und die Servicegruppen, alle drei,

die soll`n die Glaseln nehman und fest in d`Händ einklemmen

und so zum Prost hochstemmen, alle drei!